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GOTTFRIED KELLER
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Gottfried Keller
Der grüne Heinrich
Die Leute von Seldwyla



Sommergedichte Gottfried Keller

Schöne Reime - Sommer - kurze Verse - bekannte

Romeo und Julia auf dem Dorfe, Kleider machen Leute, der grünen Heinrich und die Leute von Seldwyla kennt wohl noch jeder aus der Schulzeit. Es sind die bekanntesten Erzählungen des berühmten schweizer Dichters, der auch Maler und Novellenschreiber war. Hier erhalten Sie eine Auswahl seiner schönen Sommergedichte wie Sommernacht, Regensommer und weitere.

Das ist die üppige Sommerzeit

Das ist die üppige Sommerzeit,
Wo alles so schweigend blüht und glüht,
Des Juli stolzierende Herrlichkeit
Langsam das schimmernde Land durchzieht.

Ich hör ein heimliches Dröhnen gehn
Fern in des Gebirges dämmerndem Blau;
Die Schnitter so stumm an der Arbeit stehn,
Sie schneiden die Sorge auf brennender Au.

Sie sehnen sich nach Gewitternacht,
Nach Sturm und Regen und Donnerschlag,
Nach einer wogenden Freiheitsschlacht
Und einem entscheidenden Völkertag!

(Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter, Maler)

Aus: Gesammelte Gedichte, Buch der Natur

Wenn schlanke Lilien wandelten

Wenn schlanke Lilien wandelten, vom Weste leis geschwungen,
Wär doch ein Gang, wie deiner ist, nicht gleicherweis gelungen!
Wohin du gehst, da ist nicht Gram, da ebnet sich der Pfad.
So dacht ich, als vom Garten her dein Schritt mir leis erklungen.
Und nach dem Takt, in dem du gehst, dem leichten, reizenden,
Hab ich im Nachschaun wiegend mich dies Liedchen leis gesungen.

(Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter, Maler)

Aus: Neuere Gedichte, Gaselen

Regensommer

Nasser Staub auf allen Wegen!
Dorn und Distel hängt voll Regen,
Und der Bach schreit wie ein Kind!
Nirgends blüht ein Regenbogen!
Ach, die Sonn ist weggezogen
Und der Himmel taub und blind!

Traurig ruhn des Waldes Lieder,
Alle Saat liegt siech darnieder,
Fröstelnd schläft der Wachtel Brut.
Jahreshoffnung – fahler Schimmer!
Mit den Menschen steht's noch schlimmer:
Kalt und träge schleicht ihr Blut!

Krankes Weib am Findelsteine
Mit dem Säugling, weine! weine
Trostlos oder hoffnungsvoll:
Nicht im Feld und auf den Bäumen –
In den Herzen muss es keimen,
Wenn es besser werden soll!

Fleh zu Gott, der ja die Saaten
Und das Menschenherz beraten,
Bete heiss und immerdar,
Dass er, unsre Not zu wenden,
Wolle Licht und Wärme senden
Und ein gutes Menschenjahr!

(Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter, Maler)

Aus: Buch der Natur



Nun schmücke mir dein dunkles Haar mit Rosen

Nun schmücke mir dein dunkles Haar mit Rosen,
Den Schleier lass die Schultern klar umkosen!
In holden Züchten lass die Augen streifen,
Sie können es so wunderbar, die losen!
Du sollst an meinem Arm die Stadt durchschweifen
Und meiner Neider goldne Schar erbosen!

(Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter, Maler)

Aus: Gaselen

Ich fahre mit den Winden

Ich fahre mit den Winden,
Die fächelnd vor dem Sommer wehn;
Wo Klang und Duft sich finden,
Kann man mich immer sehn.

Des Lebens süsses Schmeicheln
Gewann mich neu in seinen Bund,
Und nimmer mag ich heucheln,
Ich fühle mich gesund.

Durch fremde Städt' und Auen
Trag' ich mein Herz voll Sang und Klang;
Die Blumen und die Frauen
Blühn mir den Weg entlang.

Die Blumen brech' ich gerne,
Sooft mir's eine angetan:
Doch sicher aus der Ferne
Schau' ich die Frauen an.

Ich lieb' sie in's Gemeine,
Wie einen vollen Rosenkranz,
's wär Schade, wenn ich Eine
Entzöge solchem Glanz.

Doch fallen hin und wider
Im Wind den Rosen Blätter ab,
Die sinken in mich nieder
Auf ein verborgen Grab.

Da liegt von welkem Schimmer
Und Blütenschutt ein dichter Flor,
Draus ragt das Grabmal immer
Und lieblicher hervor.

(Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter, Maler)

Aus: Gedichte Gottfried Keller, sämtliche Werke.

Ich halte dich in meinem Arm

Ich halte dich in meinem Arm, du hältst die Rose zart,
Und eine junge Biene tief in sich die Rose wahrt;
So reihen wir uns perlenhaft an Einer Lebensschnur,
So freu'n wir uns, wie Blatt an Blatt sich an der Rose schaart.
Und brennt mein Kuss auf deinem Mund, so zuckt die Flammenspur
Bis in der Biene Herz, das sich dem Herz der Rose paart!

(Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter, Maler)

Aus: Neuere Gedichte, Gaselen

Hell im Silberschaume flimmernd
Am Wasser

Hell im Silberschaume flimmernd
Zieht und singt des Baches Welle,
Goldengrün und tiefblau schimmernd
Küsst sie flüchtig die Libelle;
Und ein drittes kommt dazu,
Eine Blüte hergeschwommen:
Alle haben drauf im Nu
Heitern Abschied schon genommen!

Und die Esche beugt sich drüber,
Schaut in Ruh das holde Treiben,
Denkt: Ihr Lieben, zieht vorüber!
Ich will grünen hier und bleiben!
Und ich unterm Eschenbaum:
Was soll denn mit mir geschehen
In dem reizend leichten Traum?
Soll ich bleiben? Soll ich gehen?

(Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter, Maler)

Aus: Buch der Natur



Sieh! kaum glimmt des Stromes Spiegel

Sieh! kaum glimmt des Stromes Spiegel
Silbermatt im Dämmerlicht,
Und schon schlägt die Sammetflügel
Mir ein Falter ins Gesicht!

Sieh den Abendstern dort blinken,
Tief im Süden, schön und hell!
Lieblich ist und klar zu trinken
Dieser Nachtluft kühler Quell.

Komm' heraus, du junges Leben!
Komm', so leis dein Fuss dich trägt!
Recht in Lieb' und Traum zu schweben,
Wär' ich jetzund aufgelegt.

Und ich habe, Dir zu Ehren,
Einen guten Freund gebracht:
Er will uns die Minne lehren
Durch die kurze Sommernacht.

Liebeslieder sollen schallen,
Die vor siebzig Jahren schon
Unsern Mütterlein gefallen;
Rein klingt ihrer Weise Ton.

Lass uns einmal rückwärts fliegen
In die Zeit, die still und fern:
Dieser Schwärmerei dich schmiegen,
Weiß ich, tust du zwiefach gern!

- "Sie kommt nicht?" fragt mein Begleiter,
"Und schon wird es morgenrot!" -
"Ach, 's ist wahr!" so sag' ich weiter,
"Denn sie ist, wie du, schon tot!

Armer Hölty! Du kannst gehen!
Traurig such' dein kühles Haus!
Sieh'! das frische Morgenwehen
Lacht uns alte Kinder aus!

(Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter, Maler)

Aus: Gedichte Gottfried Keller, sämtliche Werke.

Die Zeit geht nicht

Die Zeit geht nicht, sie stehet still,
Wir ziehen durch sie hin;
Sie ist die Karawanserei,
Wir sind die Pilger drin.

Ein Etwas, form- und farbenlos,
Das nur Gestalt gewinnt,
Wo ihr drin auf und nieder taucht,
Bis wieder ihr zerrinnt. ke

Es blitzt ein Tropfen Morgentau
Im Strahl des Sonnenlichts;
Ein Tag kann eine Perle sein
Und ein Jahrhundert nichts.

Es ist ein weißes Pergament
Die Zeit, und jeder schreibt
Mit seinem roten Blut darauf,
Bis ihn der Strom vertreibt.

An dich, du wunderbare Welt,
Du Schönheit ohne End',
Auch ich schreib' meinen Liebesbrief
Auf dieses Pergament.

Froh bin ich, daß ich aufgeblüht
In deinem runden Kranz;
Zum Dank trüb' ich die Quelle nicht
Und lobe deinen Glanz.

(Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter, Maler)

Aus: Gesammelte Gedichte, Sonnenwende und Entsagen.




Gottfried Keller wurde 1819 in Zürich geboren.

Er begann 1834 eine Lehre als Lithograph. In dieser Zeit
entstanden auch erste Landschaftszeichnungen. Die ersten
Gedichte entstanden 1843. Es folgten 1845 die ersten
Publikationen "Lieder eines Autodidakten" und 1846 der Band
"Gedichte".

1855 erscheint der "Grüne Heinrich", ein Roman, der nebst
Goethes Wilhelm Meister und Adalbert Stifters Nachsommer
als einer der bedeutensten Bildungsromane der deutschen
Literatur des 19. Jahrhunderts gilt.



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