Wo wir veredeln, achten wir alles.
Wo wir achten, veredeln wir alles.

(© H.S. Sam)

Sommer

Die Leichtigkeit des Seins beginnt mit den ersten warmen Tagen und hört so gar nicht auf bis der erste Frost uns eine andere Jahreszeit ankündigt. Sommer hat die Magie der Lebendigkeit, des Laissez-faire, der Unbeschwertheit, auch der Sorglosigkeit und Unachtsamkeit.

Sommer ist wie Liebe, nur leichter.

(© Milena A.L.)

Sonneuntergang mit langen Wiesengräsern im leichten Sommerwind

© Bild sommer-jahreszeit.com, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos verwendet werden.

Berührt, ...

... wo Licht wirken kann,
um ins Glück zu führen.

(© Beat Jan)

Merkmale Sommer

Nicht nur äussere Anzeichen wie lange Tage, viel Sonnenschein, Licht und Schatten, Hitze, Gewitter, üppige Felder und surrende Fliegen zeichnen den Sommer aus. Es sind die damit verbundenen Gefühle, die uns signalisieren, es ist Sommer. Vielleicht erinnern wir uns an die Unbeschwertheit der Jugend. Erstmals Barfuss laufen, kurzärmliges T-Shirt anziehen, mit Nachbarskinder draussen spielen, herumhängen, im Bach baden, Eis essen, lange aufbleiben, Erdbeeren im Garten naschen, Würstchen übers Feuer halten, die erste Liebe... .

Im Sommer sitzen wir nicht nur häufiger draussen, sondern leben vermehrt nach aussen. Unser Fokus verändert sich. Wir sind extravertierter, interessierter an dem Geschehen um uns herum, an anderen Menschen. Wir kommen leichter ins Gespräch, sind offener, neugieriger, lebendiger.

Der Sommer weckt anscheinend eine Sehnsucht in uns, die über die Sehnsucht nach Meer hinaus geht. Weg von zu Hause sein, heisst auch, weg von Sorgen sein. Wie weiter wir uns von zu Hause entfernen, wie kleiner erscheinen uns die Probleme. Erst recht, wenn wir vor einem Meer stehen. Die Wirkung der Weite, des Wassers, dabei unsere Kleinheit fühlen vor der grossen Naturgewalt, kann beruhigen und entstressen.

Zugegeben, aus der Welt sind unsere Sorgen damit nicht. Manchmal reicht aber ein Urlaub, ein Wochenende oder eine kleine Veränderung der Alltagsroutine. Vielleicht bringt uns die Corona-Krise besser in Verbindung mit uns selber. Hängen wir im immer selben Trott, stellt sich die Frage nach mehr Abwechslung. Wie gelingt Abstand vom Alltag und überhaupt, welche Sehnsüchte schwelgen in mir, welche unbefriedigten Bedürfnisse und Wünsche? Wie weit weg bin ich von mir, lebe ich oder lasse ich mich leben...?

Leben ist ein ständiges auf und ab. Es gibt leichtere und schwierigere Zeiten. Auch der Sommer hat nicht nur Sonnenseiten. Ein bisschen Abstand gewinnen, wenn man Sorgen hat, hilft abschalten und schenkt Kraft. Wenn es nicht das grosse Meer sein kann, auch am See oder an einem Bach oder Teich stehen, wirkt Wunder. Als mein Vater während Corona mit einem Herzinfarkt im Spital lag, bin ich oft in den Wald. Das habe ich lange nicht mehr gemacht. Einfach nur ein wenig spazieren, den grossen langen Tannen entlang in den Himmel gucken, Harz und Rinde riechen und dem Vogelgezwitscher zuhören. Egal welcher Art der Abstand zum Alltag ist, ganz andere Sinneseindrücke wahrnehmen, die wir als angenehm und beruhigend empfinden, tut gut.

Psychologen sagen, Naturgeräusche könne unser Gehirn viel besser verarbeiten als künstlichen oder technisch verursachten Lärm.

Unsere Sinne in der Natur schulen, damit wir auch uns selbst wieder besser spüren und damit mit unseren ureigenen Bedürfnissen in Kontakt kommen, ist ein erster kleiner Schritt. Vielleicht brauchen wir dann in diesem Sommer nicht nur wegen Corona nicht in die weite Ferne fahren, sondern geniessen Abwechslung und Urlaub zu Hause.

(© Marie A.H.)

Gedicht

Einen Sommer lang

Zwischen Roggenfeld und Hecken
Führt ein schmaler Gang,
Süßes, seliges Verstecken
Einen Sommer lang.

Wenn wir uns von ferne sehen
Zögert sie den Schritt,
Rupft ein Hälmchen sich im Gehen,
Nimmt ein Blättchen mit.

Hat mit Ähren sich das Mieder
Unschuldig geschmückt,
Sich den Hut verlegen nieder
In die Stirn gerückt.

Finster kommt sie langsam näher,
Färbt sich rot wie Mohn,
Doch ich bin ein feiner Späher,
Kenn die Schelmin schon.

Noch ein Blick in Weg und Weite,
Ruhig liegt die Welt,
Und es hat an ihre Seite
Mich der Sturm gesellt.

Zwischen Roggenfeld und Hecken
Führt ein schmaler Gang,
süßes, seliges Verstecken
Einen Sommer lang.

(Detlev von Liliencron, 1844-1909, deutscher Lyriker)

Wann beginnt der Sommer - wie lange dauert er?

In der Regel beginnt der Sommer am 21. Juni und endet am 21. September. Manchmal auch am 20. oder 22. Hochsommer ist zwischen Mitte Juli und Mitte August. Der Sommer dauert zwischen 92 und 94 Tagen.

Um wieder wahrnehmen zu können, müssen wir stillstehen wie des Sommers Reife.

(© Monika Minder)

Wiesengräser im roten Abendlicht

© Bild sommer-jahreszeit.com, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos verwendet werden. Z.B. für eine Karte.

Gedichte und Sprüche

Meerfahrt

Langer, heller, stiller Tag
Auf dem Meer,
Nur der leise Plätscherschlag
Um uns her.
Schläfrig singt des Schiffes Lauf.
Hie und da
Taucht von fern ein andres auf,
Ist uns nah,
Rauscht vorbei ins Blau hinein,
Geht und geht,
Und sein kaum geschauter Schein
Ist verweht.
Nur noch weites, glattes Blau
Rings im Kreis,
Nur wir beide, Mann und Frau,
Jung und heiß.

(Grete Gulbransson, 1882-1934, österreichische Schriftstellerin, Dichterin)

Sommergedichte Freizeit See Gesundheit BMI trinken Sonnenbrand Fahrrad Urlaub zu Hause Singles Allergien Wandern ältere Menschen Abnehmen Sommerfeste flirten Schlechtwetter Literaturtourismus Picknick

Sommer Wikipedia

Merkmale, Entstehung, Dauer, Kultur, viel Wissenswertes rund um die Jahreszeit Sommer.

Sommergedichte & Sprüche

Moderne und klassische Reime und Verse, schöne und kurze Sprüche von und über die Sommerzeit.

Zuversicht Gedichte

Schöne Texte, Gedanken und Sprüche zu den Themen Zuversicht, Hoffnung, Liebe.

Geschenk & Bücher-Tipps

Turnbeutel mit Spruch

Turnbeutel mit Spruch bedruckt





Sommer der Wahrheit: Roman

nach oben